(KJP Rotenburg)
Viele Eltern und betroffene Kinder oder Jugendliche haben zu Beginn oft große Ängste und Vorbehalte gegenüber einer Kinder- und jugendpsychiatrischen Einrichtung. Das ist völlig verständlich. Die Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie in Rotenburg möchte diese Ängste durch Transparenz und Einfühlungsvermögen abbauen. Mit klaren Informationen zu den Angeboten, den kurzen Wartezeiten für akute Fälle und der Betonung der engen Zusammenarbeit mit den Eltern wird ein Gefühl von Sicherheit vermittelt. Besonders hilfreich sind die neuen, niedrigschwelligen Angebote wie die Traumaakutsprechstunde, die schnelle und effektive Hilfe bieten, bevor eine langfristige Therapie beginnt.
Hier eine Übersicht:
Ambulante Angebote
In der Institutsambulanz können Einzel-, Familien- und Elterngespräche sowie Helferrunden durchgeführt werden. Zusätzlich ermöglicht das erfahrene Team vor Ort die Begleitung durch Medikation. Seit September 2023 besteht eine Traumaakutsprechstunde, die speziell für Kinder und Jugendliche eingerichtet wurde, deren traumatische Erlebnisse nicht länger als drei Monate zurückliegen. Ziel ist es, eine Chronifizierung zu verhindern. Nach dieser Akutversorgung erfolgen bis zu zwei Folgetermine, bevor die reguläre Behandlung beginnt.
Die Ambulanz dient zudem als Clearingstelle, um zu entscheiden, ob eine teil- oder vollstationäre Aufnahme erforderlich ist. Die Wartezeit für reguläre Anmeldungen beträgt etwa vier Monate; in akuten Fällen ist eine sofortige Aufnahme möglich.
Stationäre Angebote
Station 60: Für Jugendliche (13 bis knapp 18 Jahre), mit einer hohen Nachfrage und längeren Wartezeiten.
Station 61: Vollstationäre Plätze für Jugendliche, die das gesamte Spektrum psychischer Störungen abdecken.
Station 63: Für Kinder (6 bis ca. 13 Jahre) bietet vorstationäre Gruppen, um die Zusammenarbeit mit den Eltern vorzubereiten und zu stärken.
Die Klinik legt großen Wert auf eine enge Zusammenarbeit mit Eltern, Schulen und anderen Einrichtungen. Dabei wird auch auf die Nachsorge geachtet, um eine nachhaltige Stabilisierung zu gewährleisten.
Besondere Angebote
Traumaakutsprechstunde: Diese soll frühzeitig helfen, die psychischen Folgen eines traumatischen Erlebnisses zu mildern.
Gruppenangebote: Eine spezielle Gendergruppe für transgeschlechtliche Jugendliche ist etabliert. Aufgrund des Alltagsbetriebes ist es allerdings nur begrenzt möglich, zusätzliche Gruppenangebote anzubieten, weshalb diese nachstationär geplant werden.
Stärken der Klinik
Die Klinik in Rotenburg ist durch ein interdisziplinäres Team aus Ärztinnen, Psychotherapeutinnen, Pflegekräften und weiteren Fachkräften geprägt. Zwei Ärztinnen vor Ort ermöglichen auch die medikamentöse Versorgung. Besonders engagiert ist die Klinik im Traumanetzwerk Niedersachsen, das in Fällen von Gewalt bis zu 15 Stunden Therapie anbietet.
Das umfassende Angebot der Klinik kombiniert professionelle Diagnostik, Therapie und Nachsorge. Es zeichnet sich durch seine enge Vernetzung mit regionalen und überregionalen Hilfsangeboten aus. Weitere Informationen findet ihr unter
https://www.diako-online.de/leistungsspektrum/fachgebiete-zentren/kinder-jugendpsychiatrie
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